Leverage

Mai 22nd, 2010 von Forextrader

Leverage (engl. für “Hebelwirkung”)

Wie im Kapitel über Margin schon erwähnt wurde, wird am Forex Markt mit geliehenem Kapital gehandelt. Hierfür muss ein gewisser Betrag als Sicherheitsleistung hinterlegt werden.
Diese Summe kann entweder als Prozentsatz oder als Verhältnis (wie bei Leverage) angegeben werden.

Hierfür nun die genauere Erklärung:
Bei einer maximalen Leverage von 100:1 (dies ist gleichbedeutend mit einer minimalen Marginanforderung von 1%) bedeutet dies, dass sie eine 100.000 Euro Position mit 1000 Euro handeln können. Wäre die maximale Leverage von 200:1 (0,5% Margin) brauchen Sie für die gleiche Position 500 Euro Sicherheitsleistung, bei 400:1 (0,25% Margin) sogar nur 250 Euro.
Die maximal verwendbare Leverage ist abhängig von Ihrem Forexbroker und wie viel Sie beim Forextrading riskieren wollen.
Allgemein kann man jedoch sagen, dass es mit sehr hohem Risiko verbunden ist, eine hohe Leverage zu verwenden. Besonders zu Beginn der Forextrader-Karriere sollte man sich des Risikos bewusst sein, welches hohe Leverage mit sich bringen kann.

Hier nun ein Beispiel für Leverage:
Sie haben ein Kontoguthaben von 10.100 Euro, die minimalen Marginanforderungen betragen 1%, was also einer maximalen Leverage von 100:1 entspricht. Sie könnten also mit ihrem Kontoguthaben eine 1.000.000 Euro Position handeln (was tatsächlich ein Hebelgrad von 100:1 wäre), würden aber in diesem Fall 10.000 Euro als Margin benötigen und somit nur 100 Euro freie Margin mehr haben um mögliche Verluste abzufangen. Selbst wenn die Position nur kurzfristig gegen Sie (also nicht in die geplante Richtung) laufen würde (was auch bei korrekter Markteinschätzung durchaus geschehen kann), würde ein Margin Call ausgelöst und ihre Position würde vom Broker geschlossen werden.
In diesem Beispiel besteht die Gefahr besonders darin, dass man leicht vergisst, dass die kleinste mögliche Bewegung (1 Pip) bei einer Position dieser Grösse (1.000.000 Euro) bereits ca. 100 Euro wert ist und Bewegungen von mehreren Pips in wenigen Sekunden nicht ungewöhnlich sind. Daher ist es extrem riskant, die maximale Leverage zu verwenden, also keine freie Margin zu haben.

Geschrieben in Devisenhandel | Keine Kommentare »

Forexbroker

Mai 22nd, 2010 von Forextrader

Die meisten Devisenhändler und Forextrader nutzen einen Broker, um ihre Forex Transaktionen zu tätigen. Die geläufigsten Bezeichnungen hierfür sind: Forexbroker, Devisenbroker, aber auch Währungsbroker.

Was nun genau ist nun ein Forexbroker?
Ein Forex- oder Devisenbroker ist eine Person oder eine Gesellschaft, die Kauf- und Verkaufsaufträge eines Forextraders ausführt. Forexbroker verdienen Geld, indem sie eine Provision für ihre Dienstleistungen berechnen, beim Devisenhandel ist dies der Spread (Kursunterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs).

Wissenswertes über Devisenbroker
Ein Devisenbroker muss einer großen Finanzeinrichtung wie einer Bank angeschlossen sein, um das für den Marginhandel notwendige Kapital zur Verfügung stellen zu können. Bevor man mit dem Devisenhandel beginnen kann, muss man ein Konto bei einem Forexbroker eröffnen. Dabei hat man eine große Auswahl. Achten Sie vor allem auf die Spreads und überzeugen Sie sich vorab von den Leistungen des Forex Brokers durch ein Testkonto (welches im im Bereich des Forexbroking zumeist als Demokonto bezeichnet wird). Das Forex-Testkonto wird von vielen Brokern angeboten, sie können dort schon mal alle Funktionen testen und teilweise auch mit Spielgeld unter realen Bedingungen ihr Geschick für den Forexhandel überprüfen.

Kundenservice und Sicherheit sind ein wichtiges Kriterium bei der Devisen Brokersuche. Ebenso wichtig ist aber eine schnelle Ausführung Ihrer Aufträge. Achten Sie darauf, dass eine automatische Ausführung angeboten wird und klare Regeln bei stärker werdenden Kursschwankungen vorgegeben sind (Währungsbroker vergrößern häufig Ihre Spreads bei größeren Kursbewegungen).

Danach sollten Sie sich über weitere Gebühren erkundigen, wie etwa über den Preis für Überweisungen und sonstige Kosten (zum Beispiel, ob der Versand von Kontoauszügen etwas kostet).

Erkundigen Sie sich auch über die Marginregeln. Diese können für verschiedene Währungen unterschiedlich sein, manchmal ändern Sie sich häufig. Oft hängt die Margin auch vom gewählten Kontotyp ab.

Das Handelssystem ist für den Forextrader sehr wichtig, die Devisenbroker setzen hier verschiedenste Systeme ein. Testen sie vorab Demozugänge, die einige Broker anbieten. Wichtig sind hierbei die Zuverlässigkeit und auch eine schnelle Bedienbarkeit. Diese Handelssoftware sollte einen vollautomatischen Handel ermöglichen und auch Charts darstellen können. Desto mehr sich ein System erweitern lässt, desto mehr kann es an Ihre Bedürfnisse angepasst werden.

Andere wichtige Informationen, die man vorab einholen sollte: Ob Zinsgutschriften für Kontoguthaben vergütet werden, ein Kontominimum erforderlich ist, welche Devisen man beim Broker handeln kann und natürlich auch, ob die Einlagen der Kunden beim Forexbroker versichert sind.

Kontaktieren Sie uns falls sie sich unsicher sind, denn wir sind ihnen gerne behilflich bei der Auswahl eines Forexbrokers:

*(kennzeichnet erforderliches Eingabefeld)

Unterstützt von Fast Secure Contact Form

Geschrieben in Forex | Keine Kommentare »

Allgemeines zum Forextrading

Mai 22nd, 2010 von Forextrader

Jeder der sich mit Trading auseinandersetzt, wird früher oder später auf die Begriffe Forex und Spotmarkt sowie Interbankenhandel stoßen. Warum sollte nun „Jeder“ den Forexmarkt traden? Das ist natürlich Unfug, nicht jeder, aber jedoch sollte ein jeder angehende Trader sich die Möglichkeiten welche das Forextraden bietet einmal genauer anschauen. In der Regel wird derjenige welcher bisher nur deutsche Aktien- und Future-Broker kennt und gewohnt ist, staunen über die Möglichkeiten welche sich im Forexmarkt sowie den ihn umgebenenden Support bieten.

Was ist Forex bzw. Interbankenhandel überhaupt? Forex selbst ist ein Kunstwort und bedeutet nichts anderes als For Ex, d.h. Wechselbörse wie man diese im Ausland an jedem Flughafen sieht. Früher war der Handel von Währungen den Banken vorbehalten, daher auch der Begriff des Interbankenmarktes. Mittlerweile kann jedoch ein jeder der es möchte an dieser Börse über einen Forexbroker oder einen ECN handeln.
Einer der offensichtlichsten Unterschiede zu den klassischen europäischen und amerikanischen Aktien- und Futuremärkten ist die 24 Stunden Handelbarkeit der am Forex gehandelten Währungen, der sogenannten Pairs. Der Spotmarkt ist von Sonntagnacht bis Freitagnacht rund um die Uhr offen und somit tradebar. Gehandelt werden ca. 19 Pairs, theoretisch rund um die Uhr, wobei man beachten muss, dass in den europäischen Nachtstunden die Europäischen Pairs, der EUR/GBP oder der EUR/CHF ein geringeres Handelsvolumen als tagsüber habe. Bei den asiatischen und den „Down Under“ Pairs ist dies sodann umgekehrt. Das wiederum ist für den Trader ein herausragender Vorteil, da es zum einen anders als in Aktien und Futurmarkten es kein allmorgendliches Gap gibt, welches für eingegangen Tradingpostionen immer ein Risiko darstellt, da es unter Umständen größer als der gesetzte Stop-Loss sein kann und es dem Forextrader ermöglicht auch am abend und in der Nacht zu traden und Positionen zu eröffnen und zu schließen, während Aktien- und Futurebörsen schon geschlossen haben.
Somit eignet sich der Forexmarkt und das Forextrading schon aus dem zeitlichen Aspekt für all diejenigen, welche noch nicht den Schritt zum Fulltimetrader gewagt haben. Hier könne sie problemlos in den Abendstunden ihr Trading durchführen können und im Zweifel auch in gewinnträchtigen Positionen über Nacht bleiben, da kein Morning-Gap befürchtet werden muss und somit eine Position mittels Stop-Loss, Trailingstop und/oder Takeprofit auch ohne das der Trader vor dem PC sitzen muss laufen gelassen werden kann.

Geschrieben in Devisenhandel | Keine Kommentare »